Die nordische Diaspora
Die nordische Diaspora

Die nordische Diaspora auf einen Blick

Die hier angegebenen Zahlen sind dem Annuario Pontificio 2009 entnommen. Sie entsprechen nicht in allem aktuelleren Angaben der einzelnen Bistümer.

in alphabetischer Ordnung

Für weitere Informationen zu jedem Bistum klicken Sie bitte auf den jeweiligen Bistumsnamen.

Das Bistum Helsinki wurde am 22.2.1955 errichtet als Nachfolgerin des Apostolischen Vikariates Finnland, welches seit 1920 bestand. Auf einer Fläche von 338.145 km² wohnen ca. 5,2 Mio. Menschen, von denen ca. 8.790 als katholisch gezählt werden. Außer dem Bischof arbeiten 18 Priester, ein Ständiger Diakon und 36 Ordensfrauen in den sieben Pfarreien des Bistums. 

Bischof von Helsinki ist seit 2009 der aus Finnland stammende und 1947 geborene Msgr. Teemu Sippo S.C.I aus der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer, S:C:I.), der am 05.09.2009 im Dom von Turku durch Karl Kardinal Lehmann zum Bischof geweiht wurde. 

Rehbinderintie 21
FIN-00150 Helsinki 15
Finnland
Dom Helsinki

Das Bistum Kopenhagen wurde am 29.4.1953 errichtet. Bis dahin gab es das Apostolische Vikariat Dänemark (seit 1892), dessen Vorläufer die entsprechende Präfektur war, die 1869 aus dem am 7.8.1868 errichteten Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen hervorging. Mit den Färöer-Inseln und Grönland umfasst Dänemark eine Fläche von 2.220.074 km². Von den 5,5 Mio. Einwohnern sind ca. 36.600 Katholiken (= 0,7%). Im Bistum leben 36 Weltpriester und 40 Ordenspriester sowie 5 Ständige Diakone in den 50 Pfarreien. Im Bistum Kopenhagen wurden 191 Ordensfrauen gezählt.

Bischof von Kopenhagen ist seit 1995 Czeslaw Kozon, der 1951 in Dänemark geboren und 1979 zum Priester geweiht wurde. 

Gl. Kongevej 15
DK-1610 Kobenhavn V
Dänemark
Dom Kopenhagen

Das Bistum Oslo wurde am 29. Juni 1953 errichtet. Seit 1931 war das 154.560 km² umfassende Gebiet ein eigenes Apostolisches Vikariat, vorher Teil des Apostolischen Vikariates Norwegen, von 1843 bis 1869 Teil des Apostolischen Vikariates Schweden-Norwegen. Von den zur Zeit ca. 3,4 Mio. Einwohnern sind schätzungsweise 200.000 katholisch. In den 20 Pfarreien leben 58 Priester, 3 Diakone und 126 Ordensfrauen. 

Bischof von Oslo ist seit 2006 der 1953 in Norwegen geborene Bernt Eidsvig. 

Akersvn 5
N-0177 Oslo
Norwegen
Dom Oslo

Das Bistum Reykjavik wurde am 18.10.1968 errichtet als Nachfolgerin der Bistümer Skalhold und Holar. Seit 1854 gehörte die Insel zur Apostolischen Präfektur der Arktis, seit 1869 zur Apostolischen Präfektur Dänemark, die 1892 Apostolisches Vikariat wurde. Island wurde 1923 eine eigenständige Apostolische Präfektur und 1929 ein eigenständiges Apostolisches Vikariat. Auf einer Fläche von 103.000 km² wohnen etwa 293.000 Menschen, von denen 7.500 als Katholiken registriert sind. 16 Priester kümmern sich um 5 Pfarreien, 39 Ordensfrauen werden dort gezählt. Zurzeit hat das Bistum 2 Seminaristen. 

Bischof ist dort seit 2007 Msgr. Pierre Bürcher. Er wurde am 20.12.1945 in Fiesch bei Sion im schweizerischen Kanton Wallis geboren, empfing 1971 die Priesterweihe und war von 1994 bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Reykjavik Weihbischof der Diösese Lausanne, Genf, Fribourg.

Pósthólf 490
IS-121 Reykjavik
Island
Dom Reykjavik

Das Bistum Stockholm wurde am 29.6.1953 als Nachfolgeinstitution des Apostolischen Vikariates Schweden errichtet, welches seit 1783 bestand. Es umfasst eine Fläche von 450.000 km², auf der 9,01 Mio. Menschen wohnen, von denen 144.000 katholisch gemeldet sind. Die 154 Priester und 24 Diakone arbeiten in 41 Pfarreien; im Bistum Stockholm werden 210 Ordensfrauen gezählt.

Bischof von Stockholm ist seit 1998 der gebürtige Schwede Anders Arborelius OCD.

Götgatan 68
Box 4114
S-102 62 Stockholm
Schweden
Dom Stockholm

Die Prälatur Tromsø wurde am 28.3.1979 errichtet als Nachfolgerin des Apostolischen Vikariates Nord-Norwegen, das seit 1955 bestand und seinerseits der entsprechenden Apostolischen Präfektur nachfolgte. Seit 1892 gehörte das Gebiet zum Apostolischen Vikariat Norwegen, welches wiederum auf die gleichnamige Apostolische Präfektur folgte, die 1869 errichtet wurde. Von 1855 bis 1869 gehörte das Gebiet zur Apostolischen Präfektur für den Nordpol mit Sitz in Alta, zuvor seit 1853 zum Apostolischen Vikariat Schweden-Norwegen. Das Gebiet der Prälatur umfasst 175.618 km², auf denen ca. 467.062 Menschen wohnen. Davon sind 1.728 katholisch. 10 Priester betreuen die 6 Pfarreien; 22 Ordensfrauen leben dort. 

Die Prälatur wird nach dem Tod von Bischof Gerhard Goebel M.S.F. derzeit verwaltet von Msgr. Dr. Torbjrøn Olsen, geb. 1953 in Kristiansund und 1991 in Tromsø zum Priester geweiht. 

Boks 198
N-9252 Tromsø
Norwegen
Kathedrale Tromsoe

Die Prälatur Trondheim wurde am 28.3.1979 errichtet. Zuvor bestand das Apostolische Vikariat von Mittelnorwegen, das 1953 errichtet worden war und die 1935 errichtete Apostolische Präfektur abgelöst hatte. Die Prälatur Trondheim umfasst eine Fläche von 56.458 km², auf welcher ca. 643.000 Menschen leben; von ihnen waren 3.209 als katholisch gemeldet (= 0,5 %). In der Prälatur sind 7 Priester und 16 Ordensfrauen tätig. 

Die Prälatur wird von Bischof Georg Müller SSCC geleitet, der 1951 in der Diözese Trier geboren wurde, 1978 die Priesterweihe und 1997 die Bischofsweihe empfing.

Sverresgate 1
N-7012 Trondheim
Norwegen
Kathedrale Trondheim

Viele Hilfswerke - ein gemeinsames Ziel

Hilfe der Ortskirchen füreinander ist schon in der Heiligen Schrift bezeugt (vgl. z. B. Röm 15,25-27 und 1Kor 16,1-3).

Hilfe für die Katholiken in der Diaspora hat in Deutschland, wo die Glaubensspaltung des 16. Jahrhunderts ihren Ausgang nahm, eine lange Tradition. Sehr unterschiedlich sind die institutionellen Formen der Diasporahilfe.

Die ältesten Hilfsorganisationen sind hier die Ansgarwerke. Auch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken nahm sich dieses Anliegens an, als die innerdeutsche Diaspora nicht mehr all seine Kräfte forderte. Beim Bonifatiuswerk werden auch die Mittel des Diasporakommissariates der Deutschen Bischofskonferenz verwaltet.

Sie interessiert die Frage, warum es so viele Hilfswerke für die nordische Diaspora gibt?

Lesen Sie dazu den Artikel "Warum so viele Organisationen der Diaspora-Hilfe?".

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warum es so viele Hilfswerke für die nordische Diaspora gibt?

Lesen Sie dazu den Artikel "Warum so viele Organisationen der Diaspora-Hilfe?".