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Albertgespräch in Kolumba
Albertgespräch in Kolumba

Albert-Gespräche

Unter dem Titel „Albert-Gespräche“ führt der Förderkreis Albertus-Magnus-Stiftung e.V. in Verbindung mit Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln, eine Veranstaltungsreihe durch. Ziel der Gespräche ist es, in Anknüpfung an Stichworte Alberts des Großen aktuelle Themen zur Debatte zu stellen, die für Köln von besonderer Bedeutung sind und die geschichtlich gewachsene kulturelle und gesellschaftliche Identität der Stadt berühren.

 

Themen der Veranstaltungen:

VII. Albert-Gespräch

Alt und Jung: Die Frage der Generationensolidarität

Das Gespräch wurde durch WDR 3 aufgezeichnet. Sendetermin war der 23. Oktober 2016, 19.04 - 20.00 Uhr.


Montag, den 10. Oktober 2016, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Albert der Große hat sich dem Thema ‚Jugend und Alter' zunächst aus naturwissenschaftlicher Perspektive genähert. Sensibel beschreibt er die Situation des heranwachsenden, des in seiner Blüte stehenden, dann des in seiner Kraft geringer werdenden und schließlich des verfallenden Körpers und erklärt diese Phänomene auf dem Hintergrund der naturwissenschaftlichen Forschung seiner Zeit. Darüber hinaus definiert er in seinem Kommentar zur Politik des Aristoteles die gesellschaftlichen Rollen, die ‚Junge und Alte' einnehmen.

Zum Thema des Abends:
‚Jugend und Alter' oder ‚Alte und Junge' hat es zu allen Zeiten gegeben und scheinbar zu allen Zeiten in gleicher Weise. Der Eindruck trügt. Biologische, gesellschaftliche, ökonomische und nicht zuletzt sozialpolitische Differenzen unterscheiden frühere Zeiten von der gegenwärtigen und das demographische Bild früherer Gesellschaften von der Gesellschaft, in der wir leben. Das solidarische Verhältnis zwischen den Generationen ist daher sowohl im Blick auf die Zukunftsfähigkeit einer überalterten Gesellschaft als auch im Blick auf die Chancengerechtigkeit für die heranwachsende Generation zu bedenken. Ausgehend von den Überlegungen des Albertus Magnus erweist sich die Frage nach der Generationensolidarität als eine Grundfrage nach der Humanität einer Gesellschaft.

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris
(Professor für lateinische Philologie des Mittelalters an der LMU München, Direktor des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn)

Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr
(ehem. Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit)

Dr. Irmhild Saake
(Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München)

Prof. Dr. Walter Siebel
(Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

 

 

VI. Albert-Gespräch

Auf der Suche nach dem verlorenen Frieden

Das Gespräch wurde durch WDR 3 aufgezeichnet und wurde am 8. November im WDR 3 Forum um 19.05 Uhr gesendet.

 


Montag, den 12. Oktober 2015, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

Albert-Gespräch: Informations-Flyer

 

Albert der Große ist die Schlüsselfigur, die im Anschluss an die wieder bekannt gewordene aristotelische Wissenschaftskultur im 13. Jahrhundert der westlichen Welt eine neue Weltsicht eröffnet. Sämtlichen Bereichen des menschlichen Wissens widmet er seine Forschungen. Dazu gehört auch ein intensives Bemühen um Frieden. Er entwirft Friedenskonzepte, muss auch deren Scheitern erleben, kann aber durch kluge Beratung zur Überwindung gravierender Konflikte beitragen. Er beeinflusst maßgeblich die politische Entwicklung der Stadt Köln mit Wiederherstellung des städtischen Friedens und Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Bürger und seine bürgerlich ausgerichtete Kultur. Albert ist nicht nur ein herausragendes historisches Exempel, sondern er bietet Denkanstöße auch in aktuellen Diskussionen.

Zum Thema des Abends:
Die Möglichkeit und Bedingungen eines künftigen Friedens zu klären, eine Friedensordnung zu entwerfen und Maßnahmen zur Sicherung eines angestrebten Friedens vorzusehen, sind notwendige Elemente einer prospektiv ausgerichteten Friedensarbeit. Die Frage nach dem Frieden ist dabei immer auch die Frage nach dem verlorenen Frieden. Sie schließt auch die Herausforderung mit ein, einen vergangenen Krieg zu verarbeiten, nach Siegern und Verlierern, nach Schuld und Verantwortung, nach Verhandlungen, nach Vergebung und Versöhnung zu fragen. Die in der so gestellten Frage nach Frieden implizierte Wahrnehmung des Krieges ist nur scheinbar retrospektiv. Sie verhandelt zugleich die Friedensfähigkeit des Menschen an sich.

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris
(Professor für lateinische Philologie des Mittelalters an der LMU München, Direktor des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn)

Marica Bodrožić
(Schriftstellerin, ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen, Gastprofessorin an verschiedenen ausländischen Universitäten)

Prof. Dr. Claus Kreß
(Professor für deutsches und internationales Strafrecht der Universität zu Köln, Leiter des Instituts für friedenssicherungsrechtliche Forschung und Völkerrechtswissenschaft)

Prof. Dr. Michael Reder
(Professor für Sozial- und Religionsphilosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung an der Hochschule für Philosophie München, Kooperationspartner des Albertus-Magnus-Instituts)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

V. Albert-Gespräch

Was ist die Mitte des Menschen? Die Frage nach dem "Ich"

Das Gespräch wurde durch WDR 3 aufgezeichnet.
Sendetermin war Sonntag, 16. November 2014, um 19.05 Uhr auf WDR 3 Forum


Montag, den 13. Oktober 2014, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Albert der Große befasst sich wie kaum ein anderer seiner Zeitgenossen mit allen Bereichen menschlichen Wissens. Im Rahmen der von Aristoteles ausgelösten Debatte um das Wesen der Seele stellt sich für ihn die Frage nach der "Mitte" des Menschen unter veränderten Vorzeichen.

Zum Thema des Abends:
Durch die moderne Biologie, insbesondere die Hirnforschung, ist die Frage nach dem "Ich" als der Mitte des Menschen aufs Neue dringlich geworden. Kann man an der Deutung der Seele als einem vegetativen, animalischen und rationalen Lebensprinzip und damit als "Mitte" des Menschen und Ort des "Ichs" noch festhalten? Oder muss diese Deutung angesichts einer Forschung, die alles auf physikalische und chemische Vorgänge zu reduzieren scheint, als prämodern gelten? In Spannung zu den reduktionistischen Annahmen der Moderne steht die Auffassung, die von der subjektiven Ich-Erfahrung ausgeht und dem organischen Zentrum das narrative, in der Erzählung seiner Erlebnisse sich ausbildende "Ich" entgegensetzt. Greifen aber nicht beide Deutungen angesichts der Vieldimensionalität des Menschen zu kurz? Wie kann aus heutiger Sicht ein überzeugender Entwurf der psycho-physischen Einheit des Menschen aussehen, der unsere lebensweltliche Ich-Erfahrung aufnimmt, ohne den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu widersprechen?

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder
(Professor em. für Philosophie an der Universität Bonn, ehemaliger Direktor des Albertus-Magnus-Instituts)

Felicitas Hoppe
(Gastprofessorin an zahlreichen Universitäten im In- und Ausland für interkulturelle Poetik, Schriftstellerin, Büchner-Preisträgerin)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Franz-Xaver Kaufmann
(Professor em. für Sozialpolitik und Soziologie an der Universität Bielefeld)

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl Zilles
(Professor em. für Medizin am Hirnforschungsinstitut der Universität Düsseldorf, ehemaliger Direktor am Forschungszentrum Jülich für Medizin und Neurowissenschaften)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

IV. Albert-Gespräch

Bildung durch Wissenschaft? Die Universität

Dieses Gespräch wurde durch den WDR 3 aufgezeichnet.
Sendetermin war Sonntag, 15. Dezember 2013, 19.05 Uhr: Kulturpolitisches Forum WDR 3.


Montag, den 14. Oktober 2013, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Albert der Große ist die prägende Gestalt, die dem lateinischen Westen durch seine intensive Auseinandersetzung mit den Quellen antiker, jüdischer und arabisch-islamischer Wissenschaft und der wieder bekannt werdenden aristotelischen Wissenschaftskultur im 13. Jahrhundert eine neue Weltsicht eröffnete.

Zum Thema des Abends:
Nicht erst im 20. Jahrhundert ist Köln zum Zentrum einer ausgedehnten Landschaft von Wissenschaft und Forschung geworden. Bereits vor 625 Jahren, also 1388 nahm in Köln eine Universität ihre Tätigkeit auf. Und schon 1248 wurde mit dem Studium generale des Dominikaner-Ordens in Köln die erste universitäre Einrichtung auf deutschem Boden gegründet: Albert der Große war nicht nur ihr Gründungsrektor; er war es, der der Idee der Bildung durch Wissenschaft in Gestalt der Universität in der westlichen Welt zum Durchbruch verhalf. Inzwischen sind Wissenschaft und Forschung zu einem nicht weg zu denkenden Faktor der modernen Welt und Universitäten zu einer weltweit verbreiteten Einrichtung geworden. Doch wie ist die Rolle der Universität in der modernen Landschaft von Wissenschaft und Forschung zu bestimmen? Steht die Gründungsidee von Erkenntnisgewinn und Bildung durch Wissenschaft noch in ihrem Zentrum oder erschöpft sich ihre Aufgabe in Ausbildung und zweckgebundene Forschung?

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Annette Schavan
(Mitglied des Deutschen Bundestages, Professorin für Katholische Theologie an der FU Berlin, ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung)

Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder
(Professor em. für Philosophie an der Universität Bonn, ehemaliger Direktor des Albertus-Magnus-Instituts)

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Speer
(Professor für Philosophie an der Universität zu Köln, Direktor des Thomas-Instituts)

Prof. Dr. Peter Strohschneider
(Professor für Sprach- und Literaturwissenschaften an der Universität München, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

III. Albert-Gespräch

Warum ist Natur wichtig?

Dieses Gespräch wurde durch den WDR3 aufgezeichnet.
Sendetermin war Sonntag, 28. Oktober 2012.


Montag, den 15. Oktober 2012, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Albert der Große hat sich so intensiv wie kein anderer Autor in Antike und Mittelalter mit der Frage beschäftigt, warum Natur wichtig ist. Im Ausgang von den wiederentdeckten naturwissenschaftlichen Schriften des Aristoteles haben seine Werke über die Natur von der Physik, Meteorologie, Botanik und Zoologie bis hin zur Psychologie des Menschen dem lateinischen Westen die wissenschaftliche Sicht auf die Natur eröffnet und damit den Weg für die modernen Naturwissenschaften geebnet.

Zum Thema des Abends:
Die rasante wissenschaftliche Entwicklung hat uns inzwischen nicht nur neue Einblicke in die Geheimnisse der Natur verschafft, sondern auch die Möglichkeit des Eingriffs in die eigene und die uns umgebende Natur - vor allem durch Biotechnologie und Medizin - ins ungeahnte erweitert. Der Umgang mit den heutigen Gegebenheiten ist höchst ambivalent. Er eröffnet nicht nur positive Aspekte, sondern ist auch von der Gefahr des mannigfachen Missbrauchs begleitet. Die daraus resultierende Verantwortung zwingt uns, wie Albert der Große neu zu lernen was Natur ist: Was heißt es, dass wir selbst ein Teil der Natur sind und im rechten Gleichgewicht mit der Natur leben müssen? Wie verändert sich unsere Natur durch Medizin und Biotechnologie? Welche Natur ist es, die wir schützen sollen?

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg
(Professorin für Theoretische Philosophie mit Schwerpunkt Philosophie der Wissenschaft und Technik an der TU Dortmund)

Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder
(Professor für Philosophie an den Universitäten Bonn und Berlin, ehem. Direktor des Albertus-Magnus-Instituts)

Prof. Dr. Joachim Klosterkötter
(Professor für Psychatrie, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Köln)

Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele
(Professor für Spezielle Zoologie an der Universität Bonn, Direktor des Museum Koenig)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

II. Albert-Gespräch

Was heißt Begegnung der Kulturen?

Dieses Gespräch wurde durch den WDR3 aufgezeichnet.
Sendetermin war Sonntag, 20. November 2011, 19.05 Uhr.


Montag, den 10. Oktober 2011, 19.00 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Ausgehend von Stichworten, die dieses Aufeinandertreffen prägten, soll erörtert werden, wie das Miteinander verschiedener Kulturen in modernen Städten wie Köln zu einer „Begegnung“ werden kann, die mehr umfasst als nur wechselseitige Anerkennung und gewaltloses Nebeneinander. Wie wird das Zusammenleben zu einer Wahrnehmung des Anderen, seiner Lebensform und seiner Weltsicht, die zugleich zur vertieften Wahrnehmung der eigenen Lebensform und ihres Reichtums wird? Welche Rolle spielt dabei die Religion? Was ist das Gemeinsame und das Unterscheidende und wie entsteht aus dieser Spannung wechselseitige Bereicherung? Was bedeutet in diesem Zusammenhang „Integration“ der aus einer anderen Kultur gewechselten Mitbürger?

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Katajun Amirpur
(Professorin für Moderne Islamische Welt, zurzeit Lehrtätigkeit an den Universitäten Hamburg und Zürich)

Prof. Dr. Dr. Karl Gabriel
(Professor für Sozialethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Ludger Honnefelder
(Professor für Philosophie an den Universitäten Bonn und Berlin, ehem. Direktor des Albertus - Magnus-Instituts)

Minister a.D. Armin Laschet
(Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)

I. Albert-Gespräch

Was macht eine Stadt aus
oder wie verbinden sich bonum privatum,
bonum oeconomicum und bonum civile?

Dieses Gespräch wurde durch den WDR3 aufgezeichnet.
Sendetermin war Sonntag, 7. November 2010, 19.05 Uhr.


Montag, den 25. Oktober 2010, 19.30 Uhr
in Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4, 50667 Köln

 

Nur in einem florierenden Gemeinwesen – so stellt Albert in seinem Kommentar zur Nikomachischen Ethik des Aristoteles fest – kann das Leben gelingen. Deshalb muss eine Stadt all das haben, was seine Bürger brauchen. Ein von der Bürgerschaft getragenes Gemeinwesen, ein aktives Miteinander der Bürger, einen Entfaltungsrahmen für die Kultur mit einem überzeugenden Ausgleich zwischen dem persönlichen Glück, dem öffentlichen Wohl einerseits und den begrenzten ökonomischen Ressourcen andererseits.

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Dr. Klaus Bergdolt
(Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität zu Köln)

Prof. Dr. Dr. h.c. Ludger Honnefelder
(Direktor des Albertus-Magnus-Instituts)

Hans-Peter Krämer
(ehem. Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Köln)

Kaspar Kraemer
(Architekt BDA)

Moderation:

Dr. Michael Köhler
(Freier Journalist, Moderator beim WDR3)